Motivation

Noch heute zeugen die von Georg Penker gestalteten Freiflächen der HHU in ihrer anspruchsvollen, von interferierenden (landschafts-)architektonischen Erlebnisräumen geprägten Ausgestaltung von den demokratischen Strömungen der 1960er-Jahre. Vom Großteil der Studierenden und Bürger*innen jedoch weitestgehend verkannt und aus dem kulturellen Bewusstsein gewichen, gerät der hohe künstlerische Anspruch angesichts des platt als geschmacklos abgetanen, brutalistischen Campus in Vergessenheit. Im Rahmen des Masterseminars „Campus Beautiful! Der Campus der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf“ wurden diese architekturhistorischen Entwicklung analysiert und aufgearbeitet.

Vorgehensweise

Um dem entgegenzuwirken soll vor brutalistischer Kulisse die Campuslandschaft mit ihren zahlreichen Freiflächen und wechselnden Raumlandschaften bespielt und museal genutzt werden. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Namensgebung der Heinrich-Heine-Universität wurden daher in Zusammenarbeit mit Künstler*innen der Kunstakademie Düsseldorf Ideen und Projekte (Kunst am Bau, Skulptur, Installationen, Licht-, Sound- und Multimediakunst, Tanz, Performances etc.) ausgearbeitet, die nun in situ realisiert werden. Die Arbeiten zeichnen sich hierbei durch ihren ephemeren Charakter aus; die Aufstellung erfolgt temporär und Bau- sowie Infrastruktur des Campus bleiben intakt. Die Präsentation der Arbeiten soll im September 2018 im Rahmen des CampusKunstAbends erfolgen, bei dem ein attraktives Rahmenprogramm den Campus in den Fokus der Düsseldorfer Kulturlandschaft rückt.