Der Uni Park ist eine landschaftlich gestaltete Freifläche über dem Autobahntunnel der A6. Mit seinen verschiedenen Biotopen bietet er zahlreichen Insekten, Kleintieren und Pflanzen ein zuhause und ist besonders zur waren Jahreszeit ein toller Ort zum verweilen.

Beim sogenannten Uni-Park handelt es sich um einen Ort, der vielen Studierenden und Mitarbeiter*innender Heinrich-Heine Universität entweder unbekannt ist, oder von ihnen kaum wahrgenommen wird. Gemeint ist damit der Grünzug direkt hinter dem Mensa I-Komplex und dem Studierendenwerk, unter dem sich der Autobahntunnel der A46 befindet. Der seit Anfang 1974 geplante und 1983 realisierte Bau des Tunneldeckels über der A46 stellt eine entscheidende Baumaßnahme bei der Gestaltung der Universität dar. Ursprünglich sollte die Autobahn in einem Trog unter dem vorhandenen Geländeniveau verlegt und nur an einer Stelle überbrückt werden. Dadurch hätte die Autobahn das Gelände der HHU nicht nur begrenzt, sondern auch durchschnitten. Mit der Deckelung der A46 konnte ein besonderer Grünzug als Bindeglied zwischen dem nördlichen und dem südlichen Unigelände entstehen. Gleichzeitig ist dieser Uni-Park eine grüne Ost-West-Achse, welche die in Form eines zentralen steinernen Deichs angelegte Nord-Süd-Achse des Geländes kreuzt.

Die landschaftlich gestaltete Freifläche umfasst eine insgesamt 100 m breite und 1000 m lange Wiesenlandschaft, die mit ihren verschiedenen Biotopen zahlreichen Insekten, Kleintieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet. Bei der Formgebung des Uni-Parks nahm Penker die Gestalt der Hügel- und Deichlandschaft des Universitätsgeländes auf, formte diese aufgrund einer zu schweren Belastung für den Tunneldeckel allerdings nicht voll aus. Am Rande des Uni-Parks gelegen, befindet sich die Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ mit eigenem Spielplatz. In Richtung Christophstraße erstreckt sich ein einheitlich asphaltierter Gehweg, der von der Wiesenfläche flankiert wird, wohingegen auf der anderen Seite Richtung Himmelgeister Straße die Wegführung aus Schotterwegen besteht. Die Wege verlaufen in eleganten Schwüngen. Im Laufe der Zeit sind – entsprechend der Gestaltungsidee Georg Penkers – zwischen den geplant angelegten Gehwegen, durch die Campusbesucher Trampelpfade entstanden.

Obwohl zu wenig auf diese grüne Oase aufmerksam gemacht wird und es an Sitzgelegenheiten fehlt, ist der Uni-Park besonders während der warmen Jahreszeiten ein toller Ort zum Verweilen, egal ob alleine oder in der Gruppe.