Georg Penker und seine Frau Erika Penker

Georg Penker wurde 1925 in Nandlstadt geboren. Er verbrachte auf dem Land eine glückliche Kindheit. Die Schönheit und Freiheit der Natur haben ihn früh geprägt. Sein besonderes Verhältnis zur Natur ging nie verloren. Nach dem Abschied von der dörflichen Idylle begann er in den 40ern eine Lehre als Werkzeugmacher in München, darauf folgte ein Studium für Maschinenbau, das er abbrach. Doch die technischen Kenntnisse und die Präzision prägten seine Arbeit. Während seines Wehrdienstes 1944/45, den er in Italien verrichtetet, entwickelte sich eine besondere Bindung zu diesem Land.

Nach dem Krieg begann Penker ein Studium im Botanischen Garten in München. Er schloss dort Bekanntschaft mit Alwin Seifert und dessen Schwager Carl Orff. Später stellte er seine Kenntnisse in dessen Dienste. Er bekam mehrere Aufträge, wurde Seiferts Gärtner und hat die Neugestaltung des Parks bei Buchlohe durchgeführt. Darauf folgte ein einjähriges Studium an der Lehranstalt für Wein und Obstbau im Rokokopark Veitshöchheim bei Würzburg. Hier machte er wichtige Bekanntschaften mit Angehörigen des bayerischen Landtags und knüpfte weitere Freundschaften. Nach dem Studium in Weihenstephan bei Ulrich Wolf siedelte Penker 1953 nach Düsseldorf über. 1958 machte er sich dort als Landschaftsarchitekt selbstständig.


„Der Schlüssel zur Natur: Die Liebe und die Begeisterung“
(Georg Penker)


„Die Natur war mein Begleiter von Anfang an“
(Georg Penker)

Georg Penker hat an rund 400 Wettbewerben teilgenommen und mit Architekten wie Harald Deilmann, Hentrich-Petschnigg & Partner, Fritz Eller und Erik Schneider Wesseling zusammengearbeitet. Hier wurden ihm wichtige Kenntnisse in Praxis, Arbeitsmethoden und Denkstrukturen vermittelt. Die Vorliebe für Natur und Kunst beeinflussten Georg Penkers bewundernswerten Lebens- und Arbeitsweg. Er engagierte sich schon früh für den Naturschutz. Ergebnisse dieses langen Weges sind u. a. zwei Wettbewerbe: Die Bundesgartenschauen in Berlin und Düsseldorf. In den Jahren 1964-68 wurde die Gesamtplanung für die Bebauung und Gestaltung der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf entworfen. Dabei wurde Georg Penker der wichtigste und größte Teil des planerischen Gesamtkonzeptes der Außenanlagen übertragen. Gleichzeitig plante er auch die Außengestaltung der Ruhruniversität Bochum und avancierte durch diese Projekte zu einem der wichtigsten deutschen Landschaftsarchitekten.

Seine zentralen Themen sind immer wieder die Natur und die Spannungsverhältnisse zwischen Natur und Zivilisation. 1995 folgte die Realisierung der Landesgartenschau in Grevenbroich bei Neuss (der Schlosspark wurde als Waldpark konzipiert). Dabei arbeitete er unter anderem mit dem schottischen Konzeptkünstler Ian Hamilton Finlay zusammen. Als Grundidee wurde „Revolution und zurück zur Natur“ konzipiert. Penkers Credo war und ist der Respekt für die Natur, die er mitplanen und mitarbeiten lässt.